14.05.2020 Donnerstag  Aiblinger Helfer selbst in großer Not: DLRG steht bald auf der Straße

Wohin mit dem Fuhrpark, wenn die Halle nicht mehr zur Verfügung steht? Die DLRG sucht verzweifelt nach einer Übergangslösung. DLRG

Wer kann den Helfern helfen? Die DLRG Bad Aibling muss ihre Unterkunft an der Daimlerstraße in wenigen Monaten räumen. Dann stünden die Einsatzgespanne buchstäblich auf der Straße. Alle bisherigen Bemühungen blieben erfolglos.

Von Eva Lagler

Bad Aibling – „Wenn nicht noch eine schicksalhafte Fügung eintritt, stehen wir spätestens im September auf der Straße.“ Die Verzweiflung ist Elisabeth Geßner anzumerken. Seit Jahren suchen die Vorsitzende des DLRG-Ortsverbandes Bad Aibling und ihre Mitstreiter nach einer vorübergehenden Unterbringungsmöglichkeit für die drei Gespanne: je ein Bus mit Hänger.

Dritte Kündigung ist jetzt endgültig

Dass man die Halle an der Daimlerstraße würde verlassen müssen, war der DLRG schon lange bekannt. „Uns wurde schon drei Mal wegen Eigenbedarfs gekündigt, wir durften aber dann doch bleiben. Aber jetzt braucht der Vermieter seine Halle definitiv selber“, so Geßner. Auf einen großen Aufruf vor über einem Jahr habe sich niemand gemeldet. Auch die Stadt bemühe sich um Unterstützung bei der Suche. Aber bisher vergebens. Die Ausstellungshalle sei wegen der Brandschutzbestimmungen auch keine Option.

Neubau bereits im Visier

Zwar plant die DLRG den Neubau eines Wasserrettungszentrums an der Dieselstraße, in dem sie alles an einem Ort unterbringen kann. Denn auch die Lager der DLRGler sind derzeit auf mehrere Orte verteilt. Doch bis zum Neubau ist es noch ein langer Weg, die Finanzierung muss noch auf die Beine gestellt werden und die erforderliche Flächennutzungsplanänderung erfolgen. „Eineinhalb bis zwei Jahre bräuchten wir auf alle Fälle eine Zwischenlösung im Raum Bad Aibling“, meint Geßner.

Ein Gespann misst circa zwölf Meter in der Länge. „Zur Not können die Gespanne auch getrennt untergebracht werden, Hauptsache, sie sind im Trockenen und man kann die Unterkunft versperren.“ Ein Stromanschluss wird ebenfalls benötigt.

Auch wenn der Mietvertrag erst Ende September ausläuft, drängt die Zeit: „Wir sind ja nicht innerhalb eines Monats draußen, das wird schon etwas aufwändiger.“ Geßner sagt: „Im Juli, spätestens August müssen wir räumen.“ Die Hoffnung gibt die DLRG, bei der derzeit rund 30 Mitglieder aktiv sind, nicht auf. Geßner hofft, dass sich doch noch ein Helfer bei ihr unter 01 52/ 38 83 41 22 meldet – „gerne auch per WhatsApp“.

Von: Anke Kürpick

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